
Mit den Laptops in Wildbad Kreuth
Die Klasse 9c absolvierte ein Europa-Seminar
Herr Dr. Josef Mendler, Klassenelternsprecher der Klasse 9c und Geschäftsführer der in Flugzeugbau und Umwelt tätigen Acentiss GmbH mit Sitz in Ottobrunn, initiierte und leitete ein dreitägiges Seminar für die Klasse 9c vom 24. bis 26. Juni. In diesen drei Tagen sollten die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss des dreijährigen Pilotprojektes "Laptopklasse"ihre erworbenen Fähigkeit in der IT-Technik unter Beweis stellen und gleichzeitig grundlegende Einblicke in eine mögliche berufliche Zukunft gewinnen. Das Thema war "Berufliche Orientierung in Europa", es ging darum eigene Stärken und Schwächen zu erkunden, die Bedeutung von Teamarbeit zu erfahren und natürlich eine Idee von der Bedeutung Europas im politisch-wirtschaftlichen Bereich zu bekommen.
Als Partner für dieses Projekt konnte die Schulleitung die Hanns-Seidel-Stiftung gewinnen, die Ende Juni nicht nur Räumlichkeiten in ihrer Tagungsstätte in Wildbad Kreuth zur Verfügung stellte, sondern auch hochkarätige Referenten zur Ergänzung des dreitägigen Programms engagierte. Rainer Schwarzer, Diplom-Politologe und Leiter der Europaabteilung im Kabinett Edmund Stoibers, faszinierte die Schülerinnen und Schüler mit seinem Insiderwissen und seinen Ratschlägen bezüglich des europäischen Wirtschaftsmarktes. Nicht weniger fesselnd waren die Ausführungen von Diplom-Informationswirt Sebastian Staendecke, der auf eindruckvolle Weise demonstrierte, wie die "Generation-Internet" heute auf Jobsuche geht, welche Möglichkeiten damit verbunden sind, aber vor allem auch, welchen Gefahren sich die jungen Menschen aussetzen, wenn sie sich allzu leichtfertig in den scheinbar rechtsfreien Räumen der sozialen Netzwerke bewegen.
Mit Oberstudiendirektor Günter Zündorff von der Hanns-Seidel-Stiftung hatten die Schülerinnen und Schüler schließlich einen Seminarleiter an der Seite, der auf verständnisvolle, launige Weise das Programm moderierte, gleichzeitig aber einen pünktlichen und reibungslosen Ablauf sicherstellte und das nicht nur den ganzen Tag über, sondern auch in die Abendstunden hinein, also in einem Umfang, der im Schüleralltag normalerweise nicht vorkommt.
Es galt allerdings auch einiges an Programm zu bewältigen. Unterstützt von Wolfgang Fehle, dem Klassenleiter und Lateinlehrer der 9c, der Deutschlehrerin Christina Huber und von Anneliese Wittkowski, die am Gymnasium Bad Aibling für die Berufsorientierung zuständig ist, ging es Dr. Mendler zunächst darum, dass die Schüler in einem Prozess der Selbsterfahrung ihre Stärken und Schwächen ausloten sollten. Dazu dienten Computerprogramme ebenso wie Teamgespräche, Referate und Videoanalysen. Anschließend wurde der europäische Berufsmarkt nach unterschiedlichen Gesichtspunkten erschlossen, in Präsentationen vorgestellt und im Plenum diskutiert.
Oberstudienrat Wolfgang Fehle lobte die Schüler für ihre konzentrierte und aktive Teilnahme. Er dankte Dr. Mendler, der mit seiner Initiative den Schülern in den drei Tagen eine geballte Ladung an Wissen, Selbsterfahrung und nicht zuletzt auch Spaß vermittelte und damit einen sehr positiven Schlusspunkt unter das Pilotprojekt Laptopklasse setzte.






