Die Fachschaft Musik (Frau Seidelmann und Frau Tutert) organisierten für die diesjährige Vorweihnachstzeit wieder einmal ein Solistenkonzert, das alle nur erdenklichen musikalischen Sparten abdeckte.
Nachfolgend ein Konzertbericht von Frau Dr. Scherbaum, der am 4. Dezember im Mangfallboten erschien:

WUNDERBARES SOLISTENKONZERT
Das Solistenkonzert im Gymnasium Bad Aibling bot einen bunten Querschnitt durch alle Musikstile und -epochen. Zugleich war es ein Spiegel des Könnens von Schülern aller Jahrgangsstufen, die allesamt den Mut aufbrachten und das Können besaßen, sich dem Publikum zu stellen. So bereicherten sämtliche Mitwirkende in ihren Beiträgen den Konzertabend und durften sich über Applaus und Dank der Schulgemeinschaft freuen.
Gleich einen ungewöhnlichen Auftakt stellte das Klassenkonzert der Klasse 6g dar. Dort spielen 26 von 32 Schülern ein Instrument. Für die beiden Traditionals wurden jedoch alle Schüler mit Orff-Instrumenten und Schlagwerk eingebunden, so dass sich ein farbiges Arrangement ergab. Dass niedrige Jahrgangsstufen nicht mit Anfängerniveau gleichzusetzen sind, bewies Eric Stowe (6c), der bei Vivaldis Violinkonzert in a-moll vor allem mit einem kräftigen, vollen Geigenton und schöner Intonation beeindruckte.
In schwesterlicher Vertrautheit musizierten Johanna und Marlene Labitzke (9d und 10d) das Werk "Nonchalance" von D. Hellbach. Voll intensiver Schwermut präsentierte Valentin Maier (10c) Astor Piazollas "Oblivion" auf dem Akkordeon.
Verflogen war die Melancholie aber sofort, als das Gesangsquintett mit Maria Brenner, Carolin Mangol, Alexandra Spielberger, Antonia Steinfink und Julia Wallner aus den zehnten und elften Klassen mit dem auswendig gesungenen und choreografierten Lied "Son of a preacher man" aus dem Film "Pulp Fiction" große Begeisterung des Publikums entfachte.
Nach der Pause entführte das Krummhorn-Ensemble unter der Leitung von H. Keller die Zuhörer aus der Gegenwart in das 17. Jahrhundert. Für diese reizvollen, aber eben selten zu hörenden Instrumente, finden sich engagierte Schüler, um sie in einem Ensemble zum Klingen zu bringen. Eine reizvolle Kombination anderer Art boten Lukas Danninger und Matthias Huber (beide K12), die in einem Duo aus Akustikgitarre und E-Gitarre eine Eigenkomposition vorstellten, den "Flamingo". Mit sicherem Gespür für Klangfarbe und Lautstärke spielten beide ihr virtuoses Können voll aus. Ebenso virtuos präsentierte anschließend Florian Ludwig (11c) das Scherzo cis-moll von Frederic Chopin. Er musizierte dieses Stück von hohem Schwierigkeitsgrad technisch und musikalisch hervorragend, entlockte dem Flügel gleichzeitig dunkel gefärbte wie auch glitzernde Klangfarben.
Michl Bloching (11c) bewies zunächst am Akkordeon, dann an der Klarinette im Trio mit seinem Bruder Max Bloching und Florian Ludwig sein Können und seine Musikalität. Den Höhepunkt setzte die Formation "Cinque Nuevo" unter der Leitung von Susanne Tutert, die gefühlvoll und soulig "All of me" intonierte und als Zugabe eine wunderbar sanft verjazzte Version von "Es werd´ scho glei dumpa" den begeisterten Zuschauern als Betthupferl und adventliche Vorahnung mit auf den Weg gab.
Alle Mitwirkenden trugen durch ihr gemeinsames Musizieren, das Publikum durch sein aufmerksames Interesse, die SMV und die alkoholfreie "Zero Bar" durch ihre freundliche Bewirtung zu einem beschwingten und harmonischen musikalischen Abend bei.




