
Am 24. Juli wurde Studiendirektor Anton Heimrath in einer Vollversammlung von der Schulgemeinschaft, darunter zahlreiche frühere Kolleginnen und Kollegen, verabschiedet. Nach fast 30 Jahren am Gymnasium Bad Aibling, davon 10 Jahre als Ständiger Stellvertreter des Schulleiters, ging Herr Heimrath zum Ende dieses Schuljahres in den vorzeitigen Ruhestand.
Schulleiter Werner Fiebig würdigte in seiner Ansprache die berufliche Laufbahn und die Verdienste, die sich Herr Heimrath um das Gymnasium Bad Aibling erworben hat. Er musste allerdings eingestehen, dass es ihm nicht gelungen war eine passende Ehrung oder Auszeichnung zu ersinnen, die Herrn Heimraths Verdiensten gerecht werden konnte.
Hier kam ihm "Pater" Michael Beer vom eigenwilligen Orden der Aiblinga zu Hilfe. Er schlug als angemessene Auszeichnung die "Heiligsprechung per Akklamation" vor, die von der Zuhörerschaft sofort lautstark ausgesprochen wurde. Als zwei Engel dem frisch gekürten San Toni seinen symbolischen Heiligenschein überreichen wollten, stürmten jedoch weitere himmlische Heerscharen sowie finstere teuflische Mächte (die irgendwie den Vertretern des Personalrates, des Elternbeirates und der SMV ähnelten) die Bühne und es entwickelte sich ein heißer Kampf um die Seele des angehenden Pensionisten. In harten Prüfungen wurde erkundet, ob San Toni bereits reif für die himmlischen Weihen sei oder ob die irdischen Verlockungen noch zu sehr an ihm hafteten.
Die Entscheidung wogte hin und her, bis schließlich ein Kompromiss gefunden wurde, der alle Seiten zufrieden stellte: Herr Heimrath bekam Aufschub, er darf seinen Aufenthalt auf der Erde verlängern bis er schließlich in den Himmel aufgenommen wird.
Das glückliche Ende dieser Auseinandersetzung wurde in passender Weise ("When the Saints go marchin in") vom Lehrerchor besungen, der von einem kräftig improvisierenden Lehrerorchester begleitet war.









