
Ganz großes Theater gab es vom 6. bis 8. April in der Aula zu sehen: Stefan Schmidt und seine Theatertruppe stemmten Brechts "Leben des Galilei" auf die ausladende Bühne, ein Monster von einem Stück mit über 40 Sprechrollen, dargeboten von ebenso vielen Theaterspielern und Technikern.
Es war vielleicht kein klassischer Brecht, doch es war unterhaltsam und lehrreich zugleich, wie maßgeschneidert für unsere Zeit des Umdenkens, in der die Glaubenssätze purzeln wie die Kartontürme auf der Theaterbühne. Es ging um die Relativität von Glauben und Wissen, die Nähe von Ideologie und Überzeugung - oder um jene Botschaft die Bertold Brecht folgendermaßen ausdrückte: "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."

















