Die unermüdlichen Aktivisten der Umweltgruppe des Gymnasiums Bad Aibling hatten sich zum Abschluss des aktuellen Schuljahres ein besonders ehrgeiziges Ziel gesetzt. In einer Klimawoche vom 4. bis 8. Juli sollten auf die fatalen Konsequenzen des Klimawandels aufmerksam gemacht werden. Mitschüler, Eltern, alle Bürger sollten zum Umdenken und zum aktiven Handeln bewegt werden. "Die Kinder und Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen," so Franziska Friedrich (Q11), die Leiterin des Arbeitskreises Umwelt. "Deshalb ist es wichtig, dass wir uns schon heute mit dem Klimawandel und seinen möglichen Auswirkungen auf unser Leben beschäftigen. Nur so können wir das verhindern, was wir später nicht mehr ändern können."
Eltern, Lehrer, Schüler - alle Bürger waren eingeladen und aufgefordert, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler der Umweltgruppe wollten mit der Klimawoche zeigen, wie viel ihnen die Zukunft der Erde bedeutet und sie hoffen natürlich auf eine entsprechende Resonanz und das Gefühl, mit ihrer Sorge nicht allein zu sein.
An den Vormittagen waren für die einzelnen Klassenstufen Vorträge, Filme und Diskussionen geplant, in denen Themen wie "Ökologischer Fußabdruck", "Verbesserung der Energiebilanz in Wohnräumen" oder "Neue Formen der Energiegewinnung" behandelt wurden. Der Dienstag wurde zum "CO2-Spartag" erklärt. Alle Schüler und Lehrer sollten mit dem Fahrrad in die Schule kommen. Die eingesparte CO2-Menge wurde berechnet, die Klasse 5d erhielt als "beste" Klasse einen Preis. Den Organisatoren ging es dabei darum zu zeigen, was gerade im Bereich Umweltschutz durch gemeinsame Aktionen erreicht werden kann und welchen Spaß solidarisches Handeln vermitteln kann.
Begleitend gab es täglich in der Aula Vorträge und Diskussionen, zu denen Eltern und interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen waren. Das Thema Klimawandel wurde am Montag unmittelbar angesprochen. Professor Dr. Seiler, der Umweltbeauftragte der Stadt Garmisch-Partenkirchen, sah in den anstehenden Herausforderungen auch Chancen, die es zu nutzen gilt. Diplomingenieur Thorsten Kopp stellte am Dienstag das Konzept des B&O Parkgeländes in Bad Aibling vor. Die dort praktizierte Verbindung von Nahwärme und Solarenergie ist ein zukunftsweisendes Beispiel dafür, wie innovativer Wohnungsbau heute aussehen kann. Ein Vertreter der Umweltorganisation Greenpeace, Sektion Rosenheim, beschäftigte sich am Mittwoch mit dem Thema "gesunde" Lebensmittel und spannte den Bogen von gesunder Ernährung zu gesundem Klima. Am Donnerstag ging es um das Thema "Photovoltaik". Hierzu konnte Thomas Klotz von der Firma Ibeko-Solar in Kolbermoor gewonnen werden. Am Freitag hieß es: "Umsteigen - wie und wann?" Angelika Schmidt-Schuh stellte die verschiedenen Ausstiegs- und Umstiegsszenarien dar, die seit der Katastrophe von Fukushima diskutiert werden.
![]() |
![]() |
![]() |


Die B&O Parkstadt in Bad Aibling überrascht durch zukunftsweisende Bauprojekte und Energiekonzepte


Die Greenpeace-Gruppe Rosenheim lud zu einem konsumkritischen Spaziergang in Bad Aibling und referierte über "gesunde" Lebensmittel


Die Mitglieder der Umweltgruppe des Gymnasiums wollten und wollen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler aufwecken, sie wollen beweisen, dass jeder etwas dazu beitragen kann, den drohenden Kollaps zu verhindern. Sie wollten auch zeigen, dass die technischen Möglichkeiten bereits sehr weit entwickelt sind und dass es für den Einzelnen, egal ob jung oder alt, keinerlei Ausreden gibt, wenn es darum geht, einen persönlichen Beitrag zu leisten.
Ein großes Lob allen Organisatoren, ein herzliches Dankeschön allen Referenten und Gästen, die die Klimawoche ermöglicht haben. - Der Erfolg der Klimawoche liegt nicht in der Hand der Organisatoren oder Referenten.







