Deutsch

Kinder brauchen Zeit

Schlechte Zeit für die Jugend

 

Statt im Gehölz zu spielen mit Gleichaltrigen
Sitzt mein junger Sohn über die Bücher gebückt
Und am liebsten liest er,
Über die Betrügereien der Geldleute
Und die Schlächtereien der Generäle.
Wenn er das Wort liest, dass unsere Gesetze
Es den Armen und den Reichen verbieten, unter den Brücken zu schlafen
Höre ich sein glückliches Lachen.
Wenn er entdeckt, dass der Schreiber eines Buches bestochen ist
Leuchtet seine junge Stirn. Ich billige das
Aber ich wollte doch, ich könnte ihm
Eine Jugendzeit bieten, in der er
Ins Gehölz spielen ginge mit Gleichaltrigen.

                                                                                     Bertolt Brecht

 

Unterwegs mit dem König von Ithaka

Die Klassen 7a und 7d besuchen die Inszenierung von Homers „Die Irrfahrten des Odysseus“ im Residenztheater München

Einen Theaterbesuch, bei der man - insbesondere als Zuschauer der ersten bis fünften Reihe- alle technischen und schauspielerischen Möglichkeiten des Theaters hautnah empfinden konnte, erlebten die Klassen 7a und 7d bei der Inszenierung von Homers „Die Irrfahrten des Odysseus“ im Residenztheater München am 28. November unter Begleitung ihrer Deutschlehrerin Frau Klein-Weigel sowie des gesamten Deutsch-Seminars.

Felicia Ludwig und Quirin Karl, beide Klasse 7a, haben dazu zwei Rezensionen verfasst:

Von Odysseus‘ genialem Einfall, ein Holzpferd im Trojanischen Krieg zu bauen, hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Doch die Gefahren, denen er sich stellen musste während seiner Heimreise, sind nicht so vielen bekannt.
Einige von ihnen erlebt man derzeit im Residenztheater München bei der Inszenierung von Homers „Die Irrfahrten des Odysseus“. Nicht selten wird in diesem Stück der König von Ithaka, Odysseus, in eine Falle gelockt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren empfohlen, jedoch geeignet für die ganze Familie.
Der arme Bettler „Niemand“ ergreift in der Geschichte den Part des Erzählers und erklärt, was auf den Fahrten alles passiert. Nur die wichtigsten Ereignisse aus dem Epos von Hommer wurden herausgepickt, unter anderem das Abenteuer auf der Insel der Lotosesser. Der Lotos wird einigen der Männer des Odysseus zum Verhängnis, da sie ihre Vergangenheit vergessen. Außerdem müssen Odysseus und seine Männer der bösen Zauberin Zirze entkommen. Sie gibt ihnen etwas zu essen, gibt vor, ihnen zu helfen helfen - und versucht die Seemänner in Schweine zu verwandeln. Nur Odysseus inständiger Wille nach Ithaka zurückzukehren, hilft ihnen hier aus der Patsche. Den Zyklopen Polyphem müssen die Gefährten mit einem Pfahl blenden um zu entkommen.
Insgesamt ist das Werk sehr gelungen, auch wenn Odysseus plötzlicher Alterungsprozess am Schluss etwas irritierend wirkt.(Quirin Karl, 7a)

„ Auch der heldenhafteste Mensch kann nicht über seine Kräfte kämpfen!“, sagte bereits Homer, der die Dichtung, die wir uns am 28.11.2014 im Residenztheater München ansahen, schrieb.Die Regisseurin Corinna von Rad lässt in ihrer Inszenierung „Die Irrfahrten des Odysseus“ die Situation Odysseus` nochmal aufleben, indem sie Odysseus (Simon Werdelis) auf eine gefährliche Reise schickt. Er muss Kühnheit, Intelligenz und Befreiungskünste beweisen. Für die Gestaltung des Theaterstücks wurde auf neun bis zwölf der insgesamt 24 Gesänge, aus denen Homers „Odyssee“ besteht, zurückgegriffen.Ein Bettler, der sich am Ende als Odysseus entpuppt, führt die Zuschauer durch die Geschichte, in der sich Odysseus und seine Gefährten aus dem Bann der Lotusblüte befreien, den menschenfressenden Riesen Polyphem überlisten und der verführerischen Kirke die Meinung sagen.Meiner Meinung nach war die Aufführung sehr gelungen, da die Geschichte spannend und lustig dargestellt wurde. Weniger günstig fand ich es, dass die Aufführung für Kinder ab sechs Jahren empfohlen ist. Es gab nämlich auch Szenen, die die sehr angsteinflößend oder für kleinere Kinder ungeeignet waren.“ (Felicia Ludwig, 7a).

Schülerausflug ins Salzbergwerk

Ein Bericht über den Wandertag der Klasse 6gt
von Maralen Mahler

Am Dienstag, den 7. Oktober 2014 besuchte die Klasse 6g des Gymnasiums Bad Aibling mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Buchner und Frau Baur das Salzbergwerk im oberbayerischen Berchtesgaden. Nach einer eineinhalbstündigen Busfahrt trafen die Schüler auf dem Parkplatz des Salzbergwerks ein. Zu Fuß legte man den kurzen Weg bis zum Eingang der unterirdischen Welt zurück. Die Kinder mussten zu ihrer Überraschung ihre mitgebrachten Rucksäcke abgeben und erhielten schwarze bergmännische Overalls für die Besichtigung. In dieser ungewohnten Aufmachung, in denen auch die Lehrerinnen steckten, wurde noch ein Foto gemacht.


Mit Schwung ging es mit einer Besuchergrubenbahn 1400m  in den Stollen zu einer großen, dunklen Grotte. Mit eindrucksvollen Lichteffekten wurde hier die Entstehung des Salzes an der Wand veranschaulicht. Die Exkursion nahm an Schwung auf, als die Schüler jeweils zu viert mit einer Bergmannsrutsche aus Holz eine Etage tiefer ins Bergwerk rutschen durften. Dabei wurden sie wieder fotografiert. Im Inneren des Stollens konnten die Besucher ein Andenken an König Ludwig von Bayern besichtigen. Danach gelangten sie in einen Raum, in dem ein Film über die Entstehung und den Abbau des Salzes gezeigt wurde. Anhand eines Modells des Bergwerks konnte man die jeweils besagten Stellen erkennen, weil sie beleuchtet wurden. Anschließend betraten die Schüler einen Raum, in dem erklärt wurde, wie viel Salzkonsum ein Mensch vertragen kann, bevor er daran stirbt. Zum großen Vergnügen der Kinder gelangte man an eine zweite Rutschbahn, die zu einem zwei Meter tiefen Salzsee führte. Dieser wurde dann mit einem Boot überquert. Während der Überfahrt fand eine zweite Lichtshow statt. Am anderen Ufer konnte man eine Salzlauge aus dem See kosten.


Nach einem weiteren Gang besichtigten die Schüler den alten Bohrer, der sich  über 120 Jahre ohne Reparaturen in den Berg gefressen hatte. Sämtliche zu besichtigende Werkzeuge waren handgeschmiedet. In einem alten Originalaufzug gelangte man wieder zur Bahn und damit auch zur Erdoberfläche und ans Tageslicht. Im Salzlabor wurden dann eigenhändig chemische und physikalische Salzexperimente durchgeführt. Gegen Mittag stieg die Klasse wieder in den Bus und trat die Heimreise nach Bad Aibling an. Die Schüler hatten an diesem Tag viel Spaß und waren voller neuer Eindrücke.


Kinder brauchen Zeit

Kinder brauchen Zeit zum Spielen, Zeit zum Lernen, Zeit für sich und Zeit mit anderen. Der Deutschunterricht an unserer Schule setzt sich mit den Themen der Kinder und Jugendlichen auseinander und versucht, den Schülerinnen und Schülern die benötigte Zeit zu geben. Lernfortschritte werden dann bemerkt, wenn eigene Texte überarbeitet werden und somit sprachlich präziser, inhaltlich interessanter und formal fehlerfrei gestaltet sind.

 

 

 

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