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Naturwissenschaftliche Projektwoche 2008

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Montag, den 31. März 2008, 19.30 Uhr

Dr. Valentin Nägerl, Max-Planck-Institut für Neurobiologie
Geheimnisvolles Gehirn: Einblicke in die moderne Hirnforschung

Die Neurobiologie ist ein junges, dynamisches Forschungsge-biet,

welches in jüngster Zeit mit überraschenden Ergebnissen

aufwarten konnte, die unser Verständnis vom menschlichen

Gehirn maßgeblich prägen werden. Die rasante Entwicklung

unseres Verständnisses über die Vorgänge im Gehirn geht ent-scheidend

zurück auf die revolutionären Verbesserungen der

experimentellen Methoden. So ist es jetzt möglich, dem Gehirn

quasi bei der Arbeit zuzusehen, und zelluläre Signale und neu-ronale

Kommunikation auf der Ebene einzelner Synapsen, Ner-venzellen

und Netzwerke zu untersuchen.

Der Vortrag wird nach einem Überblick über die historischen

Meilensteine der Hirnforschung auf jüngste Forschungsergeb-nisse

zum Thema `Visuelles Bewusstsein´ eingehen. Dabei

sollen spannende Einblicke in die Art und Weise und die Frage-stellungen

der modernen Hirnforschung gegeben werden.

Mittwoch, den 2. April 2008, 19.30 Uhr

Prof. Dr. Peter Gritzmann, Technische Universität München

Das Geheimnis des kürzesten Weges Routenplanung

 

Das Auskunftsystem der Deutschen Bahn löst es, und auch der

Travelpilot eines PKW, aber wie findet man eigentlich einen

kürzesten Weg von - sagen wir Bad Aibling nach München?

Solche Fragen treten nicht nur bei Reisen, der Verkehrsplanung

einer Gemeinde oder der Wegeplanung von Müllabfuhr und

Schneeräumdiensten auf. Auch in der Telekommunikation und

im Internet müssen kürzeste Wege gefunden werden.

Methoden der Diskreten Mathematik sind in der Lage, auch

riesige Probleme optimal zu lösen und so bis vor kurzem für

unerreichbar gehaltene Effizienzsteigerungen zu ermöglichen.

Mit diesen Methoden werden auch die Fertigung von Leiterplat-ten

bescheunigt, Maschinenbelegungspläne erstellt, archäologi-sche

Funde chronologisiert, Marktdaten analysiert oder die Hit-zeentwicklung

eines Laptops reduziert.

Der Vortrag erläutert solche konkreten Beispiele.

Donnerstag, den 3. April 2008, 19.30 Uhr

Dr. Markus Wessler, Hochschule München

Damit haben Sie nicht gerechnet

Überraschendes aus der Wahrscheinlichkeitstheorie

 

Was ist wahrscheinlich? Wir meinen oft, davon zumindest eine

intuitive Ahnung zu haben. Dass man sich jedoch gerade im

Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie oft gar nicht auf sein

Gefühl verlassen kann, zeigt dieser Vortrag. Einige Beispiele:

Wir werden sehen, wie man in Gameshows seine Gewinnchan-ce

erhöhen kann, wie zusätzliche Informationen Wahrschein-lichkeiten

verändern können, dass man medizinischen Diagno-sen

auf keinen Fall uneingeschränkt trauen sollte, dass es

heimwehkranke Blumentöpfe gibt, und vieles mehr. Danach

werden Sie garantiert vorsichtiger mit dem Begriff "Wahr-scheinlichkeit"

umgehen.

Freitag, den 4. April 2008, 19.30 Uhr

Dipl.-Physiker Norbert Steigenberger

Chancen des Klimawandels und der Energiewende

 

Tagtäglich berichten die Medien von den vielfältigen Bedrohun-gen

durch den Klimawandel. Andererseits drohen Verwerfun-gen

in den globalen Wirtschaftssystemen, weil deren Treibstoff,

die fossilen Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas, in absehbarer Zeit

zu Ende gehen. Doch trotz aller ernst zu nehmenden Befürch-tungen

sollten wir auch die Chancen sehen, die sich in dieser

Umbruchszeit bieten: Studien aus verschiedenen Ländern zei-gen,

dass eine Zukunft ohne fossile Rohstoffe und ohne Kern-energie

möglich und erstrebenswert ist. Sie zeigen auch, dass

wir unseren Wohlstand und unsere Lebensqualität erhalten

können, wenn wir eine technische Entwicklung einleiten, die

nicht nur ökonomischen Gewinn zum Ziel hat, sondern auch

Effizienz und Nachhaltigkeit.

Im Vortrag soll eine Energie-Vision der Zukunft skizziert wer-den,

woher die Grundversorgung mit Strom kommen soll, ob

der Biosprit die Mobilität sichern kann, aber auch, wo die Gren-zen

der regenerativen Energien liegen.

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