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Eröffnung der neugestalteten Bibliothek

Eine ganz besondere Aufgabe hatten sich Schüler des P-Seminars "Mehr -lesen - mehr verstehen" vorgenommen: es ging um nichts weniger als die Renovierung und Neugestaltung der Schulbibliothek. Ganz zufällig kam die Aufgabe natürlich nicht zustande, denn Bibliotheksleiter Matthias Lea, leitete auch das P-Seminars. Seit  Januar steht die Schulbücherei des Gymnasiums Bad Aibling den Schülern und Lehrern mit fast 16000 Medien wieder uneingeschränkt zur Verfügung, nachdem der Schule ein halbes Jahr lang durch kleinere und größere Renovierungs- und Umbaumaßnahmen umgestaltet wurde. Nach den monatelangen Maler-, Umbau- und Renovierungsarbeiten stand natürlich ein großes Einweihungsfest an, zu dem die ausführenden Firmen, benachbarte Schulen mit ihren Bibliotheksteams, Buchhandlungen, Lehrer sowie Eltern und bibliophile Sympathisanten am 14. Januar eingeladen waren. "Die Welt liest!" lautete das von den Schülern gewählte optimistische Motto, welches die Hoffnung beinhaltet, dass Lesen allen Unkenrufen zum Trotz aktuell, spannend und unterhaltend für alle Menschen bleibt.

Eine große Zahl an Gästen folgte der Einladung und wurde zunächst in der Aula über die Arbeit des Seminars informiert, bevor Schulleiter Werner Fiebig das rote Band am Bibliothekseingang durchtrennen und die neuen Räume offiziell eröffnen durfte. Bibliothekarin Dorothea Nord hatte zuvor kurz über die Geschichte der Bibliothek am Gymnasium Bad Aibling referiert und Matthias Lexa hatte in launiger Weise an die Bedeutung des Lesens auch oder gerade in der digitalen Welt der Gegenwart erinnert. Vor allem aber dankte er den vielen Unterstützern, ohne die das Renovierungsprojekt nicht möglich gewesen wäre. Der Förderverein finanzierte die neue Leseecke, der Sachaufwandsträger sorgte für die notwendigen baulichen Maßnahmen. Schreinermeister Karl Stolle und die Elektrofirma Bernatzky setzten mit Geduld und Kreativität die Wünsche der Schülergruppe in die Praxis um. Mit welcher Begeisterung und mit welchem Enthusiasmus die Schülerinnen und Schüler dabei zu Werke gingen konnte man den Ausführungen von Franziska Schill und Bianca Spitzer entnehmen, die die Renovierung federführend geplant und durchgeführt hatten und die den Besuchern ihre Erfahrungen und Probleme in höchst unterhaltsamer und anschaulicher Weise schilderten.

Das Aushängeschild der neuen Bücherei ist zweifelsohne die einladende Leseecke, in die eine ganze Schulklasse passt und vielen Leseratten und -würmern einen neuen Lieblingsort in der Schule beschert. Auf zwei langen, mit Teppich versehenen Stufen kann man ab sofort nach Herzenslust schmökern oder Vorlesern lauschen, die hier einen idealen Veranstaltungsort finden. Auch die neue PC-Insel fand großen Anklang bei den Besuchern, da diese platzsparend und schön gestaltet die Nutzung des Internets zur Recherche und Informationsbeschaffung sicherstellt. Eine neue geräumige Theke sowie transparente Glastüren gehören ebenso zu dem Renovierungskonzept wie Einzelarbeitstische, ein Cafétisch mit zwei Stühlen oder große neue Arbeitsflächen. Außerdem wurde ein einheitliches Beleuchtungskonzept entwickelt, die Wände farblich aufgefrischt sowie Kunstwerke aufgehängt. Diese zeigen zum einen Möglichkeiten auf, die durch Lesen erfahrbar werden, zum anderen wird im Studierraum der Bücherei illustriert, wie der Mensch möglicherweise evolutionstechnisch endet, nämlich hockend vor einem Bildschirm!

Das Seminar hat aber nicht nur die Bücherei neu gestaltet, sondern weitere Leseprojekte in und außerhalb der Schule durchgeführt: Eine Schülergruppe organisierte eine Grusel-Lesenacht , eine andere führte einen Klassenwettkampf durch, bei dem das Gewicht der gelesenen Bücher entscheidend war. Auf sehr positive Resonanz stieß auch die Projektgruppe "Vorleserinnen", die in der Kinderstation im Krankenhaus in Rosenheim und in einem Altenheim Geschichten vorlas. Von öffentlichem Nutzen war hingegen die Arbeit zweier Schüler, die im Auftrag der Stadtbibliothek Rosenheim die Kundenzufriedenheit untersuchte und dem Stadtrat übermittelte.

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