Betriebserkundung bei der Dräxlmaier Group

Bericht von Sebasian Neumeyer und Christian Ehrl, K 12,  Leistungskurs Wirtschaft Recht

Der Leistungskurs „Wirtschaft Recht“ und das P-Seminar „Unternehmensanalyse“ besuchten zusammen mit  Kursleiter B. Kohl die Dräxlmaier Group in ihrem Hauptsitz in Vilsbiburg. Hierbei erhielten wir einen guten Einblick in dieses wahrhaftig interessante und erfolgreiche Unternehmen.

Dräxlmaier ist ein weltweit operierender deutscher Automobilzulieferer, dessen Kerngeschäft Innenausstattungsteile und -systeme sowie Elektrik/ Elektronik ist.

In einer Präsentation und zwei Führungen durch den Werkzeug- und Prototypenbau erfuhren wir einiges über die Philosophie, Geschichte, Produkte, Management und Organisation des Unternehmens.

Besonders beeindruckend war ein kurzer Einblick in die Kalkulation und die Ausführungen zu dem enormen Kostendruck, der in der Serien- und Einzelfertigung herrscht.

Die Dräxlmaier Group will zu wettbewerbsfähigen Preisen mit Flexibilität und Qualität auf die Ansprüche der Kunden reagieren und beliefert diese just in time und just in sequenze.

Der Begriff „Kosten“ war ein dominanter Begriff an diesem Vormittag: Wir erfuhren über die Bedeutung von Kostenresearch und Kostenanalytik.

Außerdem wurde auf die Möglichkeit der Ausbildung und des dualen Studiums bei Dräxlmaier mit großen Zukunftschancen hingewiesen. Somit wird vielleicht der ein oder andere Schüler nicht zum letzten Mal in Vilsbiburg gewesen sein.

Schlussendlich hatte sich die lange Anfahrt gelohnt und der Besuch der Dräxlmaier Group wurde zum interessanten, spannenden, lehrreichen Ereignis für Schüler und Lehrer.

 

Sebastian Neumeyer, Christian Ehrl

LK WR 2009/11

 

Exkursion des P-Seminars „Unternehmensanalyse und Unternehmensgründung“ zur Dräxlmaier-Group

 

Ein Bericht von Rapael Hauser und Alexander Berglund, Q 11

 

Da das Thema unseres Seminars „Unternehmensanalyse und Unternehmensgründung“ heißt, kam unser Lehrer, Herr Kohl, auf die Idee, ein größeres Unternehmen aufzusuchen, um dort  praktische Einblicke zu erhalten.

Nachdem Herr Kohl über einen Bekannten,  Andreas Zeeh, Leiter der Abteilung Technik bei Dräxlmaier am Standort Vilsbiburg,  den ersten Kontakt hergestellt hatte, lag es an uns, einen Fragenkatalog für den Ausflug zu erstellen. Dies fand in unserer Seminarstunde unter Mithilfe des LK WR statt.

Nach eineinhalbstündiger Busfahrt hatte man das Reiseziel Vilsbiburg erreicht. Empfangen wurden wir  von einer Dame, die uns durch die Sicherheitskontrollen brachte und zu einem Bürogebäude führte. Dort warteten bereits Herr Zeeh, Herr Sekerka, der Ausbildungsleiter, sowie Herr Anzeneder aus der Marketingabteilung auf uns.

Unter dem Motto „Moving Ahead The Automotive Future“ wurde uns auf großen und klar durchstrukturierten Powerpoint-Folien das Unternehmen als Trendsetter und Innovationsführer vorgestellt. Auch auf die Geschichte der Dräxlmaier GmbH wurde eingegangen;  so erfuhren wir beispielsweise von der sogenannten Gabelinnovation,  die mithilfe von Gabeln das Problem des Kabelsalats im Motorraum erstmals löste, oder auch von der ersten Firmeneröffnung im Ausland 1974 in Tunesien. 1990 führte man erstmals den KSK (Kundenspezifische Kabelbaum) im Unternehmen ein. So wird für jeden Auftrag eine spezifischer Leitungssatz hergestellt. Verblüffend, wenn man bedenkt, dass, wie uns erklärt wurde, hier 1031 Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Auch die Mitarbeiterzahlen versetzten uns in Staunen. So arbeiten allein 2 500 Beschäftigte am Standort Vilsbiburg, weltweit sind es 38 500 Mitarbeiter. Dementsprechend hoch ist auch der Umsatz des Unternehmens. Im Jahr 2008 wurden 1,74 Mrd. Euro verzeichnet und 2009, trotz Wirtschaftskrise,  immerhin noch 1,38 Mrd.  Die positive Geschäftsentwicklung der ersten beiden Quartale wie auch die weiteren Aussichten für das Jahr 2010 sprechen dafür, dass Dräxlmaier früher als geplant zum Umsatzniveau des Rekordjahres 2008 aufschließen wird.

Das Unternehmen versteht sich selbst als Premium-Zulieferer, dies verstanden wir gut,  nachdem uns die Kunden der Dräxlmaier Group aufgezählt wurden. Darunter befanden sich klanghafte Namen wie BMW, Porsche, Mercedes, Bugatti und Audi - um nur ein paar Namen zu nennen.

Das Unternehmen zeichnet sich durch das „Supply Chain Management“ aus, welches die weltweite Planung aller Aufgaben der Logistik sowie die Koordinierung der einzelnen Werke und ihrer Kunden bedeutet. Dass dies nicht gerade einfach ist, lässt sich leicht erkennen, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen an 51 Standorten in 20  Ländern vertreten ist. Die  Produkte, die von der Dräxlmaier Group produziert werden, müssen nur noch von den Automobilkonzernen eingebaut werden. Weiterhin ist man ein Full Service Supplier, was bedeutet, dass von der Entwicklung bis zur Produktion alles bei der Dräxlmaier Group stattfindet. Bemerkenswert zum Thema Entwicklung ist, dass alle Technologien im eigenen Hause entwickelt bzw. weiterentwickelt werden. Dies schließt den Prototypenbau, die Betriebsmittel und sogar den Werkzeugbau mit ein; dieser findet allerdings nicht in den Vilsbiburger Werken statt. Koordiniert wird das Ganze durch die Disposition, die für die Beschaffung der Materialien zuständig ist.

Das wohl wichtigste Thema, der Wettbewerb in, mit und um China, wurde leider nur kurz angeschnitten. Die Nachfrage nach exklusiven Autos ist in China und somit auch für Dräxlmaier extrem hoch.

Natürlich wurden uns auch Informationen zum Thema Ausbildung bei der Dräxlmaier Group mitgegeben. So beschäftigt das Unternehmen derzeit allein in Vilsbiburg 162 Azubis, ein duales Studium ist möglich. Ausgebildet wird bei Dräxlmaier nur nach Bedarf.

Nach dieser umfangreichen Einführung in die Welt des Unternehmens konnten wir  durch zwei Rundgänge durch  eine Produktionsstätte für den Serienbau und  eine andere für den Prototypenbau die Praxis bestaunen. Die Führung durch den Serienbau übernahm Herr Zeeh, die andere Herr Greissel, der Abteilungsleiter für den Prototypenbau. Beide gestalteten den Rundgang anschaulich und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Interessant war hier beispielsweise, dass ein sehr hochwertiger Maschinenpark benötigt wird, um den individuellen Anforderungen und Wünschen der verschiedenen Kunden gerecht zu werden.

Am Ende der Besichtigungsgänge  kamen wir wieder alle im Präsentationssaal an und beschäftigten uns nun mit dem erstellten Fragenkatalog. Hierbei wurde uns unter anderem erklärt, wie das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit sichern will.

Interessiert hat uns ebenfalls, ob und welche Maßnahmen zum Thema Umwelt getroffen wurden. Dies war für das Unternehmen ebenfalls eine sehr wichtige Frage, man beziehe nachwachsende Rohstoffe, die Elektromobilität wird attraktiv, man setzt vermehrt umweltfreundliche Materialien ein, eine kontinuierliche Verbesserung der Recyclingfähigkeit der Produkte sowie deren Gewichtsreduzierung werden forciert.

Abschließend kann man sagen, dass die ganze Veranstaltung als sehr gelungen bezeichnet werden kann. Die Sache lief hochprofessionell ab,  die Präsentation war frei gehalten und es wurde mit viel Geduld auf unsere Fragen eingegangen.

Zudem waren alle Mitarbeiter der Dräxlmaier Group ausgesprochen  freundlich.

 

Raphael Hauser,  Alexander Berglund

P-Seminar WR, 2009/2011

 

 

 

 

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