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Projekt "Denkwerk"

Schüler, Lehrer und Geisteswissenschaftler vernetzen sich:
“Die letzten und die ersten Tage. Fremdsicht und Eigenwahrnehmung am Ende des Zweiten Weltkriegs“
Koordinator: Prof. Dr. Ferdinand Kramer / Institut für bayerische Geschichte / Ludwig-Maximilians-Universität München
Ansprechpartnerinnen: StRin Dr. Silvia Wimmer (Humboldt-Gymnasium Vaterstetten) – StRin z.A. Dr. Bettina Scherbaum (Gymnasium Bad Aibling)

Das Projekt
In den Schuljahren 2007/08 und 2008/09 nimmt das Gymnasium Bad Aibling mit zwei 9. Klassen an dem Denkwerk-Projekt “Die letzten und die ersten Tage. Fremdsicht und Eigenwahrnehmung am Ende des Zweiten Weltkriegs“ teil. Im Laufe der zwei Jahre beteiligen sich insgesamt drei Gymnasien (Bad Aibling, Traunstein, Vaterstetten) und zwei Realschulen (Vaterstetten, Wasserburg) daran. Das Projekt wird von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. Deren Ziel ist es, mit ihren Denkwerk-Projekten zur Vernetzung von Schülern, Lehrern und Geisteswissenschaftlern beizutragen und Schülern sowie Lehrern dadurch einen Einblick in aktuelle geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung zu ermöglichen. Wissenschaftlich betreut wird dieses Projekt von Prof. Dr. Ferdinand Kramer vom Institut für Bayerische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in Zusammenarbeit mit weiteren wissenschaftlichen Institutionen. 

Fragestellung
Mit dem Denkwerk-Projekt zum Kriegsende im südöstlichen Oberbayern gehen die Schüler auf historische Spurensuche. Wie wurde das Ende des Zweiten Weltkrieges in ihren jeweiligen Heimatorten erlebt und verarbeitet? Welche Erfahrungen machte die einheimische Bevölkerung mit der amerikanischen Besatzungsmacht? Und umgekehrt: Welches Bild hatten die US-Besatzungstruppen von dem Land und seinen Bewohnern, das sie erobert hatten und für das nun sowohl Vergangenheitsbewältigung als auch Wiederaufbau zu leisten waren? 

Vorgehensweise
Zwei Quellenbestände stehen im Mittelpunkt der Untersuchung: die nahezu flächendeckend für jede Gemeinde vorliegenden Kriegs- und Einmarschberichte der Pfarrer des Erzbistums München-Freising sowie die Jahresberichte der US-Militärbehörde in den verschiedenen Landkreisen Bayerns. Die Schüler, welche mit der Fragestellung nach Fremdsicht und Eigenwahrnehmung am Ende des Zweiten Weltkriegs wissenschaftliches Neuland betreten, werten die Quellen dabei nicht nur im vertrauten schulischen Rahmen aus, sondern sammeln in verschiedenen Archiven auch erste Erfahrungen im Forschen mit Originalquellen. Einführend hören sie im Institut für Bayerische Geschichte eine Vorlesung zum Thema Kriegsende und lernen auf Exkursionen weitere wissenschaftliche Einrichtungen, etwa die Bayerische Staatsbibliothek München oder das Institut für Zeitgeschichte, kennen. Sofern möglich, nehmen die Schüler Kontakt zu Zeitzeugen auf und befragen diese. Die so erarbeiteten Ergebnisse werden auf der E-Learnplattform „MOODLE“ präsentiert und stehen damit allen am Projekt beteiligten Schulen für den überregionalen Vergleich zur Verfügung. 

Ergebnisse
Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen am Ende des Schuljahres 2007/08 in einer Broschüre, am Ende des Schuljahres 2008/09 in einer Wanderausstellung aller beteiliger Schulen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Link
Ein separater Internetauftritt des Denkwerk-Projektes findet sich auf der Homepage des Archivs des Erzbistums München und Freising im Bereich "Schule und Universität".

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